Weg in die finanzielle Freiheit

Finanzielle Freiheit durch Frugalismus

Einleitung

Wie erreicht man die finanzielle Freiheit durch Frugualismus? Im ersten Teil der Blog-Serie schauen wir uns den Frugalisten-Blog an.

Frugalisten

Die Kernidee der Frugalisten-Bewegung bzw. des Blogs ist es, ein möglichst großes Kapitalpolster aufzubauen, um damit möglichst früh in Rente gehen zu können. Diese finanzielle Freiheit wird erreicht durch sehr hohe Sparraten. Wer beispielsweise einer geregelten Beschäftigung nach geht und seine monatlichen Fixkosten minimiert kann sich so schon mit 30. oder 40. Jahren zur Ruhe setzen.

Der Frugalismus kann zu einer Art Lifestyle zusammengefasst werden, in dem der Konsum nicht verweigert, sondern stark überdacht wird, um die Kosten zu senken. Der Konsumverzicht an sich muss aber nicht bedeuten, dass auf Lebensqualität verzichtet wird. Es wir eher nach kostengünstigen Alternativen und kreativen Lösungen gesucht. Von der Mentalität könnte man sagen, dass Frugalisten sich lieber einem Gesellschaftsspiel widmen, als zusammen ins Kino zu gehen oder den kaputten Fahrradschlauch lieber selbst flicken, anstatt das Fahrrad zur Werkstatt um die Ecke zu bringen. Die Tätigkeit der Kostenoptimierung wird von den Frugalisten nicht als Bürde, sondern als sinnstiftend empfunden. Auch ist die Horizonterweiterung ein Selbstzweck und das lebenslange Lernen tief im Frugalisten verankert.

In seinem Blog berichtet Oliver regelmäßig von seinem Alltag als Frugalist. Die Einträge umfassen diverse Tipps für ein günstiges und glückliches Leben, dem Weg in die finanzielle Freiheit und der Geldanlage für Frugalisten. Das ganze wird garniert von Strategien zur Entnahme des ersparten Kapitals und regelmäßigen Depotupdates des Frugalisten-Portfolios.

Der finanzielle Freiheit Rechner

Besonders hervorzuheben ist der Rentenrechner auf Olivers Seite. Hier kann jeder individuell für sich ausrechnen, wann er das Renteneintrittsalter erreichen kann. Dies ist selbstverständlich abhängig vom zugrunde liegenden Nettoeinkommen und der Sparrate.

Wie man die finanzielle Freiheit in 13 Jahren erreichen kann.

Wenn man beispielsweise im Jahr 30 000 € Netto verdient, es schafft davon nur 12 000 € auszugeben (Sparquote von 60 %) und das ersparte Geld zu 5 % anlegt, genügt der nach 12,4 Jahren angehäufte Geldberg um von dessen Zins die Ausgaben zu decken. Quasi wäre es möglich, nach dieser Zeit “in Rente” zu gehen.

Abschließende Bemerkungen

Alles in allem ein rundum gelungener Blog. Insbesondere die persönliche Note, die Oliver durch verschiedene Posts aus seinem Leben rein bringt, macht den Blog interessant und lesenswert. Aber auch fachlich hat er viele lehrreiche und informative Posts. Ob der Frugalismus in der Konsequenz, wie Oliver ihn vorlebt, wirklich erstrebenswert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Was viele vielleicht immer vor lauter Sparzwang vergessen ist, sich auch die Einnahmenseite zu konzentrieren und diese zu optimieren. Anstatt die Energie auf die Ausgabenseite zu richten und die Kosten zu drücken, kann es sinnvoller sein, die Einnahmen zu maximieren. Natürlich spricht nichts dagegen die Kosten zu senken und auf die Kosten zu achten, jedoch ist es meines Erachtens nur bis zu einem gewissen Punkt sinnvoll. Irgendwann ist die Grenze überschritten, an der es immer schwerer wird, die Kosten noch weiter zu minimieren, und gleichzeitig steigt der Aufwand dafür auch immer weiter an. An dieser Schwelle muss sich jeder lieber auf die andere Seite konzentrieren.